Freeware – Begriffsdefinition

So. Jetzt reichts. Ich kämpfe schon länger dafür, dass die Begriffe “Freeware” und “Freie Software” endlich richtig benutzt werden.
Die Begriffe lassen sich wie folgt voneinander abgrenzen:

Freeware (engl. free ware [ˈfɹiːˌwɛɹ] „kostenlose Ware“) bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch Software, die vom Urheber zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt wird. Freeware ist meistens proprietär und darf daher nicht mit Freier Software (engl. „free software“) verwechselt werden, […]

Im Gegensatz dazu:

Freie Software ist Software, deren Lizenz es ausdrücklich erlaubt, sie für jeden Zweck zu benutzen, sie zu studieren, zu verändern und in ursprünglicher oder geänderter Form weiter zu verbreiten. Der Quelltext muss hierzu vom Urheber zur Verfügung gestellt werden.

Wichtig hierbei ist, dass sich das “frei” in Freie Software nicht auf die Kosten bezieht (also nicht kostenlos) sondern auf die Rechte (Freiheiten)., die Nutzer und Programmierer an der Software haben.

Free as in ‘freedom’, not as in ‘free beer’ (Richard Stallman)

Häufig habe ich es schon erlebt, dass auch Shareware fälschlicherweise als Freeware bezeichnet wurde. Im kommerziellen Einsatz wird diese “Freeware” dann schnell teuer.

Also, wenn mir nochmal einer Firefox oder Thunderbird als “Freeware” bezeichnet ;-)…

2 Replies to “Freeware – Begriffsdefinition”

  1. Dieser Kampf ist ein Kampf gegen Windmühlen, vielleicht sogar noch ein bisschen sinnloser… selbst aufgewecktere Menschen haben da oft ein Verständnisproblem, wenn sie nicht gerade sehr EDV-affin sind.

    Ich glaube, das diese Verwirrung ihre Ursache darin hat, dass der Wert von Dingen nicht nach ihrem individuellen Nutzwert, sondern nach ihrem Marktwert, dem abstrakten Preis, bemessen wird. Und so entsteht im gelenkten Denken der so wertenden eine einzige Kategorie für alles “Kostenlose”, die eine subtile Verwandtschaft zur Kategore des “Minderwertigen” aufweist. Und mit dieser Kategorie des “Minderwertigen” befasst sich der Mensch der Jetztzeit, der Konsumist, nur, wenn er von materieller Not getrieben wird.

    Seltsamerweise sind alle Menschen in meinem Umfeld, die die Begriffe “shareware”, “freeware” und “freie Software” scharf und korrekt benutzen, arm. (Na ja, und ich bin’s auch…)

  2. naja, die unterscheidung von freier software und freeware ist ne konvention vor allem unter (meistens opensource-)softwareentwicklern. wenn jetzt irgendjemand auf seiner website GIMP als ein “tolles freeware programm” beschreibt ist mir persönlich das total scheißegal. es interessieren sich ohnehin die wenigsten leute für die lizenzen von software, sondern vielmehr, wie ellas schon sagte, für den preis.

    wenns sein muss halt diejenigen die es falsch verwenden freundlich drauf hinweisen.

    mfg
    johannes

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