Twitter-Replies: Zweiter Erklärungsversuch

Da mir das Thema mit den @-Replies bzw. Mentions immer noch nicht klar war, habe ich jetzt nochmal ein bisschen recherchiert und bin dabei auf ein Posting im Twitter-Blog gestoßen, welches die Reply-Funktion gut erklärt.

Es ist tatsächlich “by default” so, dass man in der Timeline immer nur die Replies sieht, deren Fragen man auch “gehört” hat – sprich Replies auf Fragen innerhalb seiner Follower. Verglichen mit dem echten Leben macht dies auch Sinn, man kann schließlich nichts mit einer Antwort anfangen, wozu man die Frage nicht kennt.

Früher (zum Zeitpunkt des o.g. Postings) gab es auch eine Einstellung, mit der man festlegen konnte, welche Replies man sehen möchte. Da sich Twitter offensichtlich der Verwirrung innerhalb der Nutzerschaft bewusst war, wurde dieses Feature entfernt und die Replies arbeiten nun so wie man es erwartet. Es gibt zum Thema noch mehrere Beiträge im Twitter-Blog.

Im Folgenden möchte ich nun nochmal anhand eines Beispiels erklären, wie das alles funktioniert.

Nehmen wir an, ich (@nodomain) folge @alice und @bob. Dann kann ich in meiner Timeline dieses Gespräch verfolgen:

Alice: @bob hast du heute Zeit?

Bob: @alice klar, treffen wir uns im 20 Uhr.

Alice: @bob bis dann, ich freu mich!

Wenn @alice allerdings noch @charly folgt, dem ich nicht folge, dann bekomme ich von @alice’s Tweets in Richtung @charly nichts mit – außer ich öffne die Profil-Seite von @alice (http://twitter.com/alice), dort sehe ich dann alle Tweets von @alice.

Möchte @alice ihren Followern zeigen, dass sie @charly eine wichtige Nachricht mitzuteilen hat, benutzt sie die .@-Logik. Im Prinzip wird mit dem Punkt vor dem @ die Twitter-eigene Antwort-Erkennung außer Kraft gesetzt (so wie bei “RT”) und der Tweet erscheint bei allen Follwern in der Timeline (siehe auch die Kommentare zu diesem Posting):

.@charly komm doch auch mit, wird sicher lustig!

Diesen Tweet von @alice würde auch ich in meiner Timeline sehen und somit könnte ich auf @charly aufmerksam werden.

Was davon nicht betroffen ist, ist die Funktion, wenn mich jemand, dem ich nicht folge per @nodomain anschreibt. Diese Tweets sehe ich entweder in meiner Timeline oder auf meiner “replies”-Seite, außer ich habe den Kontakt geblockt. Genau so sehe ich in meiner Timeline, wenn einer meiner Follower jemanden retweetet, dem ich noch nicht folge.

Beruhigend ist, dass ich nicht der einzige Twitterer bin, der den Dienst schon länger nutzt und sich noch nicht 100% im Klaren über diese Funktion ist.

Ich suche allerdings immer noch nach einer Quelle für das “.@”-Feature.

10 Replies to “Twitter-Replies: Zweiter Erklärungsversuch”

  1. also ein Feature mit dem .@ ist es eigentlich nicht, es ist nichts anderes, als würde RT vor dem @ stehen. Im Prinzip ists nur die Umgehung, dass eine Tweet, der mit einem @ direkt beginnt nur bei den gemeinsamen Followern angezeigt wird.
    Es gibt allerdings Ausnahmen, z.B. @all ist kein echter Nutzername und erscheint immer bei allen, ebenso bei nichtvorhandenen Nutzernamen (Schreibfehlern)

  2. Hallo,

    das mit dem “@” ist ganz einfach. Es markiert andere Twitternamen als Accounts bei Twitter die man gleich anklicken kann. Ausserdem steuert es, das @nodomain in deinen Mentions gelistet wird.

    Ähnlich ist es mit dem Hashtag “#” alle damit markierten Worte kann man suchen und sind klickbar.

    Aber ich muss zugeben, am Anfang ist es nicht einfach durchzublicken, aber mit der Zeit gewöhnt man sich sehr schnell an alles bei Twitter.

    Grüße aus Leipzig

  3. Sag ich doch 😉

    Meines Wissens gibt es keine wirkliche Quelle für das “.@”-Feature. Ich bin der Meinung, dass es einfach so ist, dass ein Tweet nur als Reply gilt, wenn der Name direkt als erstes im Tweet steht. Sobald andere Zeichen davor sind, ist es ein einfacher Tweet, in der ein Name genannt wird. So wie zb beim #FollowerFriday. Das sind ja auch alles keine Replies.

    1. Aha! Jetzt wird mir das klar. Also wieder so ein Feature, was sich die User selbst gebaut haben und was gar nicht explizit von Twitter unterstützt wird.
      Und das stimmt, ein Tweet ist nur dann ein Reply, wenn das @ das erste Zeichen im Tweet ist. Das hätte ich vielleicht im Beitrag noch erwähnen sollen.

      Danke.

      1. Ja genau,

        beginnt der tweet mit @username , dann ist es ein “reply”.
        steht das @username irgendwo im tweet, jedoch nicht am anfang wird das “mention” genannt – dazu könntest du etwas finden 😉

        Und recht hast du, bei twitter haben sich einiges die user selbst gebaut – was wäre twitter nur ohne seine user…

  4. Was ich weiterhin eigenartig finde und gerade erst bermerkt habe ist, dass in meinem @Weg_Eins (Replies/Mentions) nur die Tweets von Leuten, denen ich nicht folge, erscheinen, die meinen Namen am Anfang des Tweets erwähnen. Leute, die mich z.B. mitten im #FF-Tweet erwähnt haben finde ich nur über die öffentliche Suche. Sehr unpraktisch, meiner Meinung nach, aber naja.
    Und wenn ich weiter überlege, kann ich meine Erwähnung also gar nicht herausfinden, wenn der User ein privates Profil (dem ich nicht folge) hat, denn dessen Tweets erscheinen ja gar nicht in der öffentlichen Suche.

    Aber Danke für den Post, der hat mir einiges klar gemacht.

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